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 Hochwasserübung in der VG

 

                      Nierstein-Oppenheim

 (Heute VG Rhein - Selz)


Am 7. November 2009 hatte in der Verbandsgemeinde eine Großübung stattgefunden. 

 

Szenarium:

Drohender Deichbruch in Dienheim, Rückstau des Flügelsbaches in Nierstein, Evakuierung eines kompletten Altenzentrums in eine höher liegende Mehrzweckhalle und nicht zuletzt Auslagerung der Gemeindeverwaltung samt Einsatzleitung in die 

Ortsgemeinde Dalheim.


Fiktive Ausgangslage war ein bereits fünf Tage andauerndes Rheinhochwasser mit einem Pegelstand in Worms von 6,80 m. 

Weiterer Dauerregen verursachte eine Hochwasserwelle mit einer Scheitelspitze von 7,90 m Wormser Pegel. Bei diesem Übungsszenario kamen auf die Einsatzkräfte zahlreiche Aufgaben zu.

 

So sollten beispielsweise durch einen Sandsackwall mit Big-Pack-Behältern Schäden durch den Rückstau des Flügelbaches, eines Zuflusses zum Rhein in Nierstein, verhindert werden. Verschiedene Durchlässe an der Hochwassermauer - insgesamt 54 - waren in Nierstein und Oppenheim zu schließen. Im Rahmen der Übung erfolgte eine vorsorgliche Evakuierung des Altenzentrums Oppenheim. Die Einsatzzentrale zog ins hochwassersichere Dalheim um, und schließlich wurde ein Bereitschaftsraum für nachrückende Einsatzfahrzeuge in einer ehemaligen Kaserne der US-Armee eingerichtet.

Alle zum Einsatz gekommenen Maßnahmen liefern neue Daten und Erfahrungswerte, die von mehreren Dokumentationsteams aufgenommen und derzeit sorgfältig ausgewertet werden. Die Erfahrungen und Konsequenzen aus dieser Hochwasserübung sollen für die Zukunft mehr Sicherheit bei Hochwasser für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger gewährleisten.


Auch genügend Beobachter wahren dabei!

  

 

Gäste der Hochwasserübung Nierstein-Oppenheim. Auch Landtags- und  

         Bundestagsabgeordnete halten das Ereignis für einen wichtigen Termin           (Hier in der Bildmitte Kathrin Anklam-Trapp MdL). Links Dr. Barbara 

Manthe-Romberg und Birgit Heinz-Fischer (Hochwassernotgemeinschaft RHEIN / Gemeinde- und Städtebund RP); rechts Walter Leipold und 

Frank Orben vom THW.;

 

 

  

Einsatzleitung und alle Verantwortlichen der VG weichen nach Dalheim aus

 

 

 

 Die Jugendfeuerwehr übernimmt eine verantwortungsvolle Aufgabe: Weiterleitung der Einsatzbefehle und Funknachrichten innerhalb des Rathauses - schnell und zuverlässig

 

 

Daten-und Sprachkommunikation ist im ländlichen Raum kein Zuckerschlecken: Funklöcher zuhauf, aber kein DSL. Da ist kompetentes Improvisieren gefragt, und der neue Einsatz-Leitwagen ein Fortschritt. Kurzzeitig sorgen die neugierigen Besucher für Stress...

 

Nicht wirklich verwirrte, aber eindrucksvoll schauspielernde pflegebedürftige"Seniorin" wird im Not-"Altenzentrum" Köngernheim versorgt

 

 

Pressekonferenz zur Hochwasserübung in Nierstein-Oppenheim 07.11.2009 -- Von Links: Christian Walther, Fachberater (FB) DRK; Bernd Köppchen, FB Polizei; Edwin Mader, Wehrleiter Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim (VG); Julian Peters, Führungsstaffel und Leitung der Pressekonferenz; Klaus Penzer, Bürgermeister VG; Bernd Neumer, 2.Beigeordneter VG; Stefan Pilz FB DLRG; Ingo Venter, FB THW; Stefan Danner, Stv. Wehrleiter VG; Hans-Jürgen Heilmann, Stv. Wehrleiter VG

 

Am 7.November hatte sich die Verbandsgemeinde wahrlich nicht wenig vorgenommen: Drohender Deichbruch in Oppenheim, Rückstau eines kleinen Flüsschens in Nierstein, Evakuierung eines kompletten Altenzentrums in eine höherliegende Mehrzweckhalle und nicht zuletzt Auslagerung der Gemeindeverwaltung samt Einsatzleitung in die Ortsgemeinde Dalheim, die ihr Rathaus zur Verfügungstellte. Daneben liefen alle ohnehin nötigen Routine aufgaben wie Schließung von rheinseitigen Durchlässen (54 an der Zahl), teilweise auf noch ganz mühsame (und zeitraubende) Weise als sandverfüllte (Doppel)-Holzbalkensperren. Um dies alles zu stemmen, mussten nicht nur alle betroffenen Gemeindestellen in Aktion ein;  auch 11 Freiwillige Feuerwehren, THW, DRK und DLRG und mehr waren zu koordinieren. Der Besucher aus Köln kann nur den Hut ziehen vor dem engagierten Einsatz von mehr als 600 aktiven Teilnehmern vom frühen Morgen bis in den Samstagnachmittag hinein (und nicht wenige werden noch bis in die Nacht Abbau- und Aufräumarbeiten geleistet haben. Aufmerksam wurde die BI über das Informationsnetz der Hochwassernotgemeinschaft Rhein (HWNG). Die Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim ist zwar nicht Mitglied, hatte aber der HWNG freundlicherweise die beobachtende Teilnahme an der Übung angeboten. Frau Dr. Manthe-Romberg (HWNG-Geschäftsstelle) und Frau Heinz-Fischer (IBH-Koordination)waren demzufolge ebenfalls bei der Besuchergruppe, die vom agierenden Wehrleiter, Hans-Jürgen Heilmann, auf der gesamten Bustour aus erster Hand über Ablauf und Hintergründe informiert wurde. Überhaupt war die Betreuung überaus freundlich und umsorgend. Man fühlt sich als Gast richtig wohl in Nierstein-Oppenheim.

Bei der abschließenden Pressekonferenz betonte Verbandsgemeinde-Bürgermeister Klaus Penzer das hohe Gefährdungspotential der Ortsgemeinden Nierstein und Dienheim und der Stadt Oppenheim. Gleichzeitig lobte er ausdrücklich die Anstrengungen des Landes Rheinland-Pfalz für einen HQ200-Schutz.

Bezogen auf die Übung selbst konnte BM Penzer bereits sagen, dass in Zukunft zur rechtzeitigen Schließung der Schotts die Transportlogistik deutlich verbessert werden müsse. Nimmt man die Ergebnisse der Kölner Übung vom September hinzu, scheint sich abzuzeichnen, dass auf der Planungsebene die Geschwindigkeit des Transports überschätzt zu werden scheint.


 Quelle: Internet Hochwassernotgemeinschaft-Rhein 

 

 

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